Grundsätzliches

Historischer Rückblick

 

Die Burschenschaftliche Bewegung nahm ihren Ausgang zu Beginn des 19. Jahrhunderts als revolutionäre Bewegung unter anderem für demokratische Grund- und Freiheitsrechte, gegen die Unterdrückung durch die absolutistisch regierenden Machthaber und für die Mitbestimmung des Volkes an der Politik.

 

Unsere Verbindung, die wie viele andere pennale Verbindungen in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde, führt die Traditionen der burschenschaftlichen Bewegung zeitgemäß fort. Deren Forderungen sind angesichts der Entfremdung der regierenden Machthaber vom Volk bis zum Ignorieren des Volkswillens und angesichts der politischen Entwicklung des zum Teil völlig undemokratisch strukturierten Superstaates "Europäische Union" aktueller denn je.

 

Die Grundsätze bzw. Ideen der Urburschenschaft in Jena, aus denen wir eine Reihe von Werten, die für uns wichtig sind, ableiten, lauten "Ehre - Freiheit - Vaterland".


Ehre

 

Die Ehre ist das Maß an Achtung und Ansehen, das ein Mensch von seinen Mitmenschen beanspruchen darf, der seine Gedanken, seine Reden und sein Handeln nach den Grundsätzen der Lauterkeit, Sittlichkeit und Wahrhaftigkeit ausrichtet.

 

Zur Ehrenhaftigkeit gehören für uns unter anderem Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit, Verläßlichkeit, Treue, Handschlagqualität, Verantwortungsbewußtsein, Selbstdisziplin.


Freiheit

 

Die Freiheit ist die Fähigkeit des Menschen, im persönlichen, politischen oder wissenschaftlichen Bereich, ohne Zwang  zwischen allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszuwählen und sich selbstbestimmend für die eine oder andere zu entscheiden. Dies setzt einerseits Freiheit des Geistes und Unabhängigkeit und Selbständigkeit des Denkens und andererseits die Fähigkeit, für die Entscheidung auch die Verantwortung tragen zu können, voraus.

 

Zur Erkämpfung dieser Freiheiten wie Gedankenfreiheit, Recht der freien Meinungsäusserung, Versammlungs- und Vereinsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit der Lehre und Wissenschaft hat die burschenschaftliche Bewegung des 19. Jahrhunderts einen wesentlichen Beigetrag geleistet.

 

Heute sind manche Freiheiten stark eingeschränkt. Das Gebot zur politischen Korrektheit, welches uns die Mainstream-Medien suggerieren und mit welchem Sprachpolitik in einer totalitären Weise betrieben wird, belegt uns mit Denk-, Rede- und Schreibverboten. Die Versammlungskultur wird vom Staat nur halbherzig vor dem gewalttätigen Straßemob geschützt. Und das Volk wird von der Teilnahme an politischen Willensbildungsprozessen, die ihm vorbehalten wären, ausgeschlossen, indem sich die politischen Machthaber Entscheidungen bzw. Entscheidungskompetenzen aneignen, zu denen sie demokratisch gar nicht legitimiert sind.


Vaterland

 

Vaterland ist die patriotische Bezeichnung für das Land, aus dem man selbst bzw. die Vorfahren stammen und in dem sich ein Mensch verwurzelt fühlt, in dem meistens verwandtschaftliche Beziehungen bestehen und häufig emotionale Erfahrungen in der individuellen Entwicklung gemacht wurden, welche mit diesem Land verbunden werden (Wikipedia).

 

Der Patriotismus beginnt für uns bei der Pflege der deutschen Muttersprache.

 

Wir sind Gegner einer schrankenlosen Globalisierung und sehen uns zur Bewahrung und Verteidigung des Eigenen, unserer Heimat Österreich, wie das auch unsere Bundesverfassung vorsieht, verpflichtet.

 

Diese Notwendigkeit der Verteidigung des Eigenen beziehen wir einerseits auf unsere Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Wir lehnen das Ziel eines zentralistischen Bundesstaates Europa ab. Statt dessen wollen wir ein Europa der Vaterländer, einen föderalistischen Zusammenschluss von eigenständigen Staaten, die kulturell und auch geographisch zu Europa gehören. Wir wollen, dass alle Völker ihre Identität bewahren.

 

Wir beziehen das aber auch auf die Neuankommenden auf unserem Kontinent. Wir lehnen eine unplanmäßige, nicht mehr steuerbare Masseneinwanderung, die der Logik folgt, dass der Mensch als Schmiermittel der Weltwirtschaft beliebig einsetzbar und verschiebbar ist, ab. Österreich ist kein Einwanderungsland. Wir können nicht die Welt retten.

 

Ungeachtet unserem vorbehaltslosem Bekenntnis zur Republik Österreich und seiner Verfassung pflegen wir das in der historischen Entwicklung Europas begründete Bewußtsein, dass wir (der überwiegende Teil der Österreicher) Teil einer staatenübergreifenden deutschen Sprach-, Kultur-, Abstammungs- und Volksgemeinschaft sind.